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Es werden Posts vom August, 2020 angezeigt.

Öffne dich!

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Da brachten Leute einen Taubstummen zu Jesus. Sie baten ihn: »Leg ihm deine Hand auf.« Und Jesus führte ihn ein Stück von der Volksmenge weg. Er legte seine Finger in die Ohren des Taubstummen und berührte dessen Zunge mit Speichel. Dann blickte er zum Himmel auf, seufzte und sagte zu ihm: »Effata!« Das heißt: »Öffne dich!« Und sofort öffneten sich seine Ohren, seine Zunge löste sich und er konnte normal sprechen. Und Jesus schärfte ihnen ein, nichts davon weiterzuerzählen. Aber je mehr er darauf bestand, desto mehr machten sie es bekannt.  Die Leute gerieten außer sich vor Staunen und sagten: »Wie gut ist alles, was er getan hat. Er macht, dass die Tauben hören und dass die Stummen reden können.« In der Geschichte gibt es ein Davor und Danach. Ein vor dem Öffne dich! und ein nach dem Öffne dich! Vorher ist da einer, der taub ist und stumm. Er hört nicht, wie die Vögel singen und wie der Wind in den Bäumen rauscht. Er merkt nicht, wenn einer ihn ruft. Er hat es schwer, sich mitzut

Welcher von beiden?

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Jesus erzählte einmal ein Gleichnis . Von einem Pharisäer und einem Zolleinnehmer. Wer von den beiden ist euch wohl näher: »Zwei Männer gingen hinauf in den Tempel, um zu beten. Der eine war ein Pharisäer und der andere ein Zolleinnehmer. Der Pharisäer stellte sich hin und betete leise für sich: ›Gott, ich danke dir, dass ich nicht so bin wie die anderen Menschen – kein Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder Zolleinnehmer wie dieser hier. Ich faste an zwei Tagen in der Woche und gebe sogar den zehnten Teil von allem, was ich kaufe.‹ Der Zolleinnehmer aber stand weit abseits. Er traute sich nicht einmal, zum Himmel aufzublicken. Er schlug sich auf die Brust und sprach: ›Gott, vergib mir! Ich bin ein Mensch, der voller Schuld ist.‹ Das sage ich euch: Der Zolleinnehmer ging nach Hause und Gott hatte ihm seine Schuld vergeben – im Unterschied zu dem Pharisäer. Denn wer sich selbst groß macht, wird von Gott unbedeutend gemacht. Aber wer sich selbst unbedeutend macht, wird von Gott groß gem

Geteilte Gnade

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Zuerst der Text. Aus dem Brief, den Paulus an die Gemeinde in Rom geschrieben hat. Worte eines jüdischen Schriftgelehrten, der zum christlichen Gemeindegründer wurde. Der sich deshalb immer wieder Gedanken darüber machte, wie jüdischer Glaube und christlicher Glaube zueinander stehen. Und was Gott sich bei dem allen wohl denkt. Paulus reiht dazu einen Satz an den anderen. Da ist es vielleicht gut, sich nur einen herauszugreifen. Brüder und Schwestern, ich will euch über folgendes Geheimnis nicht in Unkenntnis lassen. Denn ihr sollt euch nicht selbst einen Reim auf die Sache machen: Tatsächlich hat Gott dafür gesorgt, dass sich ein Teil von Israel vor ihm verschließt. Das soll aber nur so lange dauern, bis alle heidnischen Völker sich ihm zugewandt haben. Und auf diese Weise wird schließlich ganz Israel gerettet werden. Betrachtet man es von der Guten Nachricht her, dann sind die vom Volk Israel Gottes Feinde geworden. Und das kommt euch zugute. Betrachtet man es aber von daher, dass G

Montagsblues

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„Ach, mein Herr und Gott! Dazu tauge ich nicht!“ So sagt Jeremia , als Gott ihn losschicken will. Für uns klingt das nach Montagsblues. An so einem Montag schleicht sich manchmal ein graues Gefühl an und flüstert: Das, was du gestern im Gottesdienst gesagt und gebetet hast, das war alles nur hohl und leer. Und die neuen Termine im Kalender drängen sich aneinander und schauen sich belustigt an und sprechen dann durcheinander: An mir wirst du scheitern. Und an mir auch. „Ach, mein Herr und Gott! Dazu tauge ich nicht!“ Wir vermuten, dass dieser Montagsblues auch in anderen Berufen und bei anderen Tätigkeiten erklingt. Vielleicht, wenn eine Lehrerin nach der Schule nach Hause kommt und noch einmal die Situationen aufsteigen, in denen sie etwas hätte anders erklären sollen, damit alle es verstehen. Und wenn sie dann über den Unterrichtsvorbereitungen sitzt und jeden einzelnen aus der Klasse sieht und sie sich fragt, wie sie ihnen allen gerecht werden soll. „Ach, mein Herr und Gott! Daz

Damit es sichtbar wird

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Im Vorbeigehen sah Jesus einen Mann, der von Geburt an blind war.  Da fragten  ihn seine Jünger: »Rabbi, wer hat Schuld auf sich geladen, sodass er blind geboren wurde – dieser Mann oder seine Eltern?«  Jesus antwortete: »Weder er selbst hat Schuld auf sich geladen noch seine Eltern. Er ist nur deshalb blind, damit das Handeln Gottes an ihm sichtbar wird. Wir müssen die Taten vollbringen, mit denen Gott mich beauftragt hat, solange es noch Tag ist. Es kommt eine Nacht, in der niemand mehr etwas tun kann. Solange ich in dieser Welt bin, bin ich das Licht für diese Welt.« Nachdem er das gesagt hatte, spuckte er auf den Boden. Aus dem Speichel machte er einen Brei und strich ihn dem Blinden auf die Augen. Dann sagte er ihm: »Geh und wasche dich im Wasserbecken von Schiloach!« (Schiloach heißt übersetzt ›der Abgesandte‹.) Der Mann ging dorthin und wusch sich. Als er zurückkam, konnte er sehen. So erzählt das Johannesevangelium . Uns ist daraus ein Satz nachgegangen: „Damit das Handeln Got