Ach, Sehnsucht
Im Anfang ist die Sehnsucht. Er ist nicht hier. Aber ich wünsche mir, er wäre hier. Je länger, desto dringlicher. Bei mir, greifbar, fühlbar. Vielleicht fängt es deswegen auch nicht mit der Sehnsucht an. Sondern mit dem Vermissen. Ich vermisse ihn und das, was er mir verspricht. Wärme, die länger anhält als die des Glühweins. Licht, das leiser leuchtet als das einer Kerze. Ich vermisse ihn, weil das Leben ohne ihn nicht ist, wie es sein soll. Wie ich es mir wünsche. Vielleicht fängt es deswegen auch nicht mit dem Vermissen an. Sondern mit dem Leben. Es tut sich eine Leerstelle auf in meinem Leben. Manchmal, weil das Schicksal zuschlägt und einen Krater hinterlässt. Manchmal, weil ich mir vorkomme, als wäre ich ein Blatt im Wind, getrieben von den Böen eines Hagelschauers. Manchmal auch nur, weil es grau ist, wenn ich aus dem Fenster auf mein Leben schaue. Ja, vielleicht fängt es so an. Und dann rufe ich nach dem Einen, der mich hält und füllt. So schau nun vom Himm...