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Fortsetzung folgt

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1 Ende. Das Wort erscheint auf der Leinwand. Einen Augenblick liegt Ruhe über dem Kinosaal. Dann kommt Bewegung hinein. Die einen recken sich, die anderen wischen das Popcorn vom Schoß auf den Boden, die nächsten ziehen die Jacke an. Der Film ist vorbei, der Abspann läuft. Aber wer schaut sich einen Abspann an? Im Fernsehen läuft da schon längst Werbung. Kein Grund also, sitzen zu bleiben. Das Fest ist vorbei, der Abspann läuft. Wünsche frohe Weihnacht – gehabt zu haben. Das Papier kommt in die grüne Tonne, die Flaschen in den Container. War da was?Ja, da war was. Doch. Der Film klingt nach. Die Augen blinzeln im Tageslicht außerhalb des Kinosaals. Wie war das noch einmal mit dem Film? Zur Geburt von Jesus Christus kam es so: Seine Mutter Maria war mit Josef verlobt. Sie hatten noch nicht miteinander geschlafen. Da stellte sich heraus, dass Maria schwanger war – aus dem Heiligen Geist. Ihr Mann Josef hielt Gottes Gebote,aber er wollte Maria...

"Ich bin dann mal da!"

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Stellt euch vor: Es ist noch einmal heute Mittag. Ihr summt vorfreudig ein Lied. „Alle Jahre wieder kommt das Christuskind.“ Da klingelt es an der Tür. Ich bin hingegangen. In Erwartung des Weihnachtsboten, der zuletzt täglich kam. Mit seinem gelben Elektroauto und den lächelnden Paketen. Er ist es aber nicht. Der da vor der Tür steht, ist vielleicht fünfzehn Jahre jünger als ich. Drei-Tage-Bart, graue Mütze. Etwas müde im Gesicht. Aber ein Lächeln um den Mund und in den Augen. Eigentlich ganz sympathisch. Aber was will er? Hoffentlich nicht das, wonach es aussieht: Auf dem Rücken trägt er einen Rucksack, der schwer aussieht. Neben sich hat er eine große blaue Plastiktasche abgestellt. „Hallo“, sagt er. „Ich bin Jesse.“ Er streckt mir seine Hand hin. Ich nehme sie und sage „Guten Tag?“ Jesse lässt meine Hand nicht los. Er hält sie fest. Er schaut mir in die Augen. Er sagt: „Da bin ich also.“ Ich schaue ihn an. In meinem Kopf arbeitet es. Muss ich ihn kennen? Hab...

Eine Spur

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Der Mann hält sich die rechte Hand über die Augen und schaut in die Ebene, die sich vor ihm ausbreitet. Die Sonne brennt auf ihn hinunter, die Hitze flirrt. Der Boden, auf dem er steht ist staubig und rissig. So weit er schauen kann, scheint die Erde braun, eine Ansammlung aus Lehmklumpen und Geröll und Staub. In der Ferne erkennt er ein Dorf, das weiß in der Sonne leuchtet. Der Mann nimmt die Hand von den Augen und fasst an den Lederbeutel, der an einem Riemen über seiner Schulter hängt. Das Leder fühlt sich weich und fast ein wenig kühl an. Als er den Beutel ein Stück nach hinten schiebt, hört er das Wasser in ihm glucksen und spürt, wie es hin und her schwappt. Er geht los und setzt vorsichtig seine Schritte zwischen die Steine. Ein Tropfen löst sich vom Mundstück des Lederbeutels. Leise fällt er auf den Boden. Ein kleiner, dunkler Fleck bildet sich in dem Staubgrau. Aus ihm treibt ein grüner Keim. Die Spitze bricht durch die Lehmkruste, ein Blatt entfaltet sich. Der Stängel ...

Vertrauen ist der Anfang von allem

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Eine Bibelgeschichte und vier Fortsetzungen. Ausgedacht und vorgetragen von den Konfirmand*innen von St. Johannis und Kirsten Hoffmann-Busch & Philipp Busch. Ein paar Tage später kam Jesus nach Kafarnaum zurück. Es sprach sich herum, dass er wieder zu Hause war. Und es strömten so viele Menschen herbei, dass der Platz nicht ausreichte, nicht einmal draußen vor der Tür. Und Jesus erzählte ihnen von Gott. Da brachten Leute einen Gelähmten zu Jesus. Er wurde von vier Männern getragen. Aber wegen der Volksmenge konnten sie nicht bis zu ihm vordringen. Deshalb öffneten sie das Dach genau über der Stelle, wo Jesus war. Sie machten ein Loch hinein und ließen den Gelähmten auf seiner Matte herunter. Jesus sah, wie groß ihr Glaube war, und sagte zu dem Gelähmten: »Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Matte und geh nach Hause.« Und er stand auf, nahm rasch seine Matte und ging weg. Alle sahen es. Sie gerieten außer sich, lo...

Brot schmeckt nach Himmel

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Er hatte ihnen doch das Blaue vom Himmel versprochen. Da war es doch ihr gutes Recht, das jetzt auch einzufordern. Von Freiheit hatte er gesprochen. Davon, dass sie niemals mehr ihren Rücken krumm machen müssten. Weder vor dem fremden Herrscher. Noch für die Arbeit, die sie wider Willen verrichten mussten Sie hatten zu träumen angefangen. Von blühenden Landschaften, in denen es allen besser gehen würde. Sie könnten gehen, wohin sie wollten. Sie könnten sagen, was sie dachten. Milch und Honig würden fließen. So hatte er ihnen doch den Mund wässrig gemacht. La dolce vita, ein süßes Leben sollte auf sie warten. Wenn sie mit ihm aufbrächen und ihm folgten. Als sollte er ihnen die Sterne vom Himmel holen. Diesen ewig unzufriedenen, murrenden Menschen. Wenn sie satt waren, saßen sie träge da und kauten wieder und ließen sich durch nichts und niemanden stören. Aber wenn sie Hunger hatten, wonach auch immer, wurden sie böse. Böse auf ihn. Er sollte ihren Hunger stillen. Sofor...